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Kinderhaus St. Franziskus

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84079 Bruckberg

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Kinderhaus St. Franziskus
Kinderhaus St. Franziskus
kath. Kindertagestätten Bruckberg
kath. Kindertagestätten Bruckberg

unsere Eingewöhnung

 

Eine gute Eingewöhnung ist der Grundstein der Kinderkrippenpädagogik. Die Eingewöhnung soll eine sanfte Übergangsphase in die Kinderkrippe ermöglichen und den Kindern eine sichere Bindung zu einer weiteren Bezugsperson geben. „Sichere Bindungsbeziehungen erleichtern dem Kind, seine Umwelt aktiv zu erkundigen“(BEP). Die Eingewöhnung erfolgt mit einer vertrauten familiären Person (Vater/Mutter) und richtet sich nach den Bedürfnissen von Kindern und Eltern. Während der Eingewöhnung (angelehnt am Münchner/ Berliner Konzept) werden Mutter/Vater und Kind kontinuierlich von einer Bezugsperson begleitet. Eine erfolgreiche Trennung kann nur gelingen, wenn Eltern und Kinder dem Bezugspersonal vertrauen. Für unsere Eingewöhnung nehmen sich die Eltern bitte vier Wochen Zeit.

 

Ablauf unserer Eingewöhnung

 

Kennenlernen

Mutter/ Vater und Kind kommen an einem Tag in die Einrichtung zum Kennenlernen. In einem gemeinsamen Gespräch mit der Bezugsperson können erste Kontakte geknüpft werden. Vorlieben, Angewohnheiten des Kindes werden besprochen und schriftlich festgehalten.

 

Grundphase (Tag 1-6)

Mutter/ Vater kommt zusammen mit dem Kind in die Einrichtung. Zusammen erleben sie die Gruppe. Am ersten Tag bleiben die Eltern 1 Stunde mit dem Kind in der Einrichtung. Sollte es dem Kind gut gehen wird diese Stunde kontinuierlich gesteigert. Hierbei achten die Eltern darauf immer mehr passiv zu werden, d.h. Sie begleiten das Kind in der Gruppe, verhalten sich dort eher ruhig und geben der Bezugsperson die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen.

 

Erster Trennungsversuch

Die erste Trennung erfolgt frühestens nach dem 3. Tag. Sollte die eingewöhnende Person oder Vater/ Mutter Bedenken haben erfolgt der erste Trennungsversuch am 5.Tag, jedoch nicht an einem Montag. Vater/ Mutter verabschiedet sich von Ihrem Kind. Das Kind bleibt bei der Bezugsperson. Diese kümmert sich um das Kind, tröstet es, hilft ihm bei der Trennung. Die erste Trennung dauert maximal 10 Minuten. Eltern warten bitte in dieser Zeit im Eingangsfoyer.

Sollte diese Trennung gut verlaufen sein (Kind ließ sich beruhigen) kann die Trennung kontinuierlich gesteigert werden.

 

Stabilisierungsphase                                                                                                                    

Die Zeiträume sowohl der Trennung als auch der Besuch mit Vater/ Mutter in der Kinderkrippe werden vergrößert und verlängert. Die Bezugsperson übernimmt das Wickeln (Mutter/Vater sind dabei). Das Kind nimmt beim Essen teil, ebenso beim Schlafen.

 

Schlussphase nach ca. 3 Wochen

Die Zeiträume der Trennung werden immer länger. Vater/ Mutter muss in dieser Zeit telefonisch abrufbereit sein. Nach dem ersten Alleine schlafen, müssen Vater/Mutter beim Aufwachen anwesend sein.

 

 

 

Reflexionsgespräch

Nach der erfolgreichen Eingewöhnung findet, wenn gewünscht, ein gemeinsames Gespräch mit der Bezugsperson und Mutter/ Vater statt.

Sauberkeitserziehung

Sauber“ zu werden bedeutet, keine Windel mehr zu benötigen und selbstständig Topf oder Toilette benutzen zu können. Es ist ein Reifungsprozess, der sich durch Üben und Trainieren nicht beschleunigen lässt, denn den Ablauf und die Entwicklungsschritte steuert das Gehirn. Diese können von außen nicht beschleunigt werden. Nervenverbindungen zwischen Gehirn und Blase müssen erst ausreifen, damit das Kind die volle Blase spüren kann. In aller Regel findet dieser Prozess zwischen dem achtzehnten und dem dreißigsten Lebensmonat statt. Erst jetzt kann durch viel Einfühlungsvermögen mit der Sauberkeitserziehung begonnen werden. Die Kinder bringen es früher oder später (individuell) auch ohne uns zur Sprache. Das Kind regelmäßig zu „topfen“ führt zu keinem schnelleren Erfolg. Wichtige motorische Entwicklungsschritte (Körperbewusstsein) müssen erst abgeschlossen sein wie beispielsweise sicheres Sitzen oder das Laufen. Grundsätzlich ist es uns wichtig, dass die Kinder den Zeitpunkt des Sauberwerdens selbst bestimmen und ein eigenes Interesse dafür entwickeln.
Sauber werden braucht Zeit und Geduld. Es hat in erster Linie mit Reifung bzw. Entwicklung zu tun und braucht keine Erziehung sondern Unterstützung und Förderung.

Erst wenn die körperliche Entwicklung und eigenes Interesse vom Kind gegeben ist, wird auf das Trockenwerden eingegangen. In der weiteren Zeit finden ein intensiver Austausch und gegenseitige Informationen zwischen den Eltern und dem päd. Personal statt.

Durch das Beispiel der älteren Kinder wird die Benutzung der Toilette für ein jüngeres Kind interessant. Irgendwann möchte es auch können, was die Großen können und die Windeln werden lästig

 

Das Kind durchläuft beim Sauberwerden verschiedene Phasen:

  1. Die Signale im Blasen-/ Darmbereich registrieren und das neue Gefühl z.B. der vollen Blase kennen lernen.
  2. Das Kind macht eine Meldung im Nachhinein, es berichtet, dass es gerade in
    die Windel gemacht hat. Dafür braucht es viel Lob und Ermutigung, weiter darauf zu achten.
  3. Der dritte Erfolgsschritt ist die Reaktion auf eine volle Blase, z.B. trippeln oder
    Beine zusammenpressen, etc. Nun ist es in der Lage, die Signale seiner vollen Blase zu spüren. Jetzt liegt es an den Erwachsenen zu reagieren und Hilfestellung zu bieten.
  4. Erste erfolgreiche Abgaben in Topf oder Toilette empfindet das Kind als selbst belohnend und übernimmt eigeninitiativ die Kontrolle.

 

So unterstützen wir das Kind beim Sauberwerden:

  • Die Kinder lernen die Toilette kennen und erforschen. Die Toiletten der Krippe sind so gebaut, dass zweijährige Kinder sie geschützt und selbständig benutzen können.
  • Sie lernen, worauf man beim Toilettengang achten muss (z.B. hygienisches Verhalten) und die Vorgehensweise.
  • Die Kinder dürfen sich jederzeit auf das Klo setzten, auch wenn nichts kommt, dafür loben wir sie.
  • Wir achten auf die kindlichen Signale und motivieren sie, zur Toilette zu gehen.
  • Wir helfen dem Kind, den Harndrang zu erkennen und zu benennen.
  • Geht mal was daneben, schimpfen wir nicht, sondern ermuntern es zu einem neuen Versuch.
  • Äußert oder zeigt das Kind, dass es zur Toilette muss, loben wir es dafür, auch wenn es trotzdem noch in die Windel geht.
  • Wir bestärken das Kind, diesem Bedürfnis Wichtigkeit beizumessen und ermuntern es auch in Zukunft darauf zu achten.
  • Klappt der Toilettengang, loben wir das Kind und heben seine Leistung hervor.
  • Wir bieten den Kindern vielfältige Körpererfahrungen, machen Wahrnehmungs- und Bewegungsspiele.
  • Unser Sanitärbereich ist ansprechend und kindgemäß gestaltet.
  • Bilderbücher werden zur Bestärkung und Sensibilisierung des Themas eingesetzt.
  • Wir greifen dieses Interesse auf. Kinder, die sich gerade in der Phase des Übergangs von Windeln zur Toilettenbenutzung befinden, bekommen von den Erzieherinnen eine Hilfestellung durch regelmäßige Erinnerungen im Tagesablauf (nachdem Essen, vor/nach einem Ausflug, vor/nach dem Schlafen etc.).
  • Wir beachten die Intimsphäre jeden Kindes und schaffen eine angenehme Atmosphäre. Die Kinder entwickeln dadurch ein natürliches Schamgefühl. Wechselwäsche sollte dennoch bereit liegen, denn im intensiven Spiel können die Körpersignale noch manchmal vergessen werden.

 

Das erwarten wir von den Eltern:

Wir sind eine familienergänzende Einrichtung. Für eine unterstützende Sauberkeitserziehung ist es für uns sehr wichtig, dass Eltern und päd. Personal zusammenarbeiten. Hierzu wünschen wir uns gegenseitige Information und einen Austausch über den Beginn und den gemeinsamen Umgang mit dieser für das Kind wichtigen Entwicklungsphase. Dazu wird in einem Gespräch zwischen Erzieherin und Eltern dieser Entwicklungsschritt besprochen. Wir erwarten von den Eltern, dass der Prozess des Sauberwerdens zu Hause ohne Druck und im regelmäßigen Austausch mit der Einrichtung, begleitet und unterstützt wird unterstützt So steht dem Schritt von der Windel zum Trockenwerden nichts mehr im Weg.

 

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